Holocaustgedenktag

Christiane WesselsVeröffentlicht von

Wie wichtig es ist, Erinnerungskultur weiterzuentwickeln und zu vertiefen, zeigt sich gerade besonders deutlich.  Antijüdische Verschwörungstheorien und Hassbotschaften im  Netz und Versuche, Geschichte umzuschreiben und zu verharmlosen nehmen zu. Der 27. Januar ist der Internationale Holocaustgedenktag. An vielen Orten fanden Gedenkveranstaltungen statt – eine von ihnen ist eine vom Museum und der Stadt Lüneburg initiierte digitale Lesung aus Victor Klemperers Tagebuch 1933 bis 1945:  „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“. Der als Jude geborene, zwangsemeritierte Professor wurde zum Chronisten der Katastrophe. Klemperers umfassende Aufzeichnungen geben Einblick in die Ereignisse jener Jahre. Wie erlebten die Zeitgenossen den Holocaust? Was konnten sie wissen, sehen, hören? Denn das ist vor allem wichtig: Die Verfolgung und Ermordung von Opfern der Nationalsozialisten fand nicht irgendwo weit weg, sondern mitten in Deutschland statt.

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